Donnerstag, 1. September 2016

Über die Rückkehr nach Australien

Es ist schon wieder ewig her, seit dem letzten Mal, an dem ich mich bei euch gemeldet habe und sehr viel ist passiert. Und zwar bin ich in den Ferien für einen Monat zurück nach Australien geflogen um meine Freunde und Familie besuchen zu gehen!! Ich bin jetzt auch schon seit knapp zwei Wochen wieder in Deutschland, weshalb es endlich mal an der Zeit wird, davon zu berichten:
Jodi & Ich
Diesmal war ich ja nur zum Urlaub in Australien, was man irgendwie auch spüren konnte, da die ganze Atmosphäre anders war. Ich hatte keine Verpflichtungen und konnte jeden Tag einfach machen was ich wollte. Trotzdem war ich immer spätestens um 7 zu Hause, da es nicht viel zu tun gab, da alle anderen Arbeiten mussten und zur Schule gehen mussten. Ich war zwischendurch in Melbourne und Heron Island und war eigentlich die ganze Zeit krank und hatte unter anderem eine Hals- und Ohreninfektion..
Drei von meinen International Freunden waren auch da. Fabian alleine und Eva und Sissi, zwei meiner besten Freunde jeweils mit ihren Eltern. Es war echt schön, dass sie zur selben Zeit da waren, da man dann jemanden zum reden hatte und das Gefühl von damals in einem wieder aufgekommen ist. Zwar hat sich an der Sunshine Coast nicht wirklich viel verändert, aber man konnte schon spüren, dass wir eine Weile nicht da gewesen sind. Wir haben uns auch darüber unterhalten, wie dumm und naiv wir doch damals gewesen sind und dass wir einfach alles hätten lockerer sehen müssen.
Was mir meine ganzen Freunde auch noch gesagt haben ist, dass mein Akzent stärker geworden ist (also der deutsche). Das hat mich jedes mal traurig gemacht, aber ich hoffe einfach, dass es an der Zahnspange liegt hahaha

Eva & Ich
Ich wünschte, ich hätte länger dort bleiben können, um mich wieder richtig einzuleben. Aber so als Urlauber dort zu sein, gibt einem das Gefühl unnütz zu sein, da alle anderen arbeiten und zur Schule gehen und man selber dann einfach nichts zu tun hat. In Coolum High, meiner alten Schule sind jetzt neue Internationals, welche ich auch kennengelernt habe und es ist erstaunlich, wie ähnlich die denen vom letzten Jahr sind. Die Schulkoordinatoren redet, keiner hört zu und alle reden miteinander was sie nach der Schule machen wollen und wo sie am besten surfen gehen.

Mein Bruder & Ich
Meine Zeit als Austauschschülerin war definitiv eine unvergessliche Zeit mit tollen Erinnerungen und Erfahrungen! Und ich kann behaupten, dass es das beste Jahr meines Lebens war. Ich hoffe, dass ich eines Tages die Möglichkeit habe, nochmal zu diesem besonderen Land zurückzukehren, aber für ein paar Monate lohnt sich das einfach nicht. Ich schreibe Jodi immer, wie sehr ich sie vermisse und darauf hin meint sie immer, dass ich sowieso eines Tages in Australien leben werde. 


Das war erstmal genug Text für heute :) Ich melde mich bald wieder <3 Spätestens nächstes Jahr, wenn Jodi mich in Deutschland besuchen geht!!

Helena xx

Freitag, 27. Mai 2016

Alles so wie früher

Hey Leute,
ich habe mich schon seit Ewigkeiten nicht mehr gemeldet. Nicht viel ist während dieser Zeit passiert, ich bin in die Schule gegangen, habe mit meinem Führerschein angefangen, mich mit meinen Freunden getroffen und lebe mittlerweile wieder in meinem "alten Leben" und meinen alten Routinen. Ich habe ehrlicherweise erwartet, dass sich während dieses Jahres, etwas verändern wird. Aber alles ist ebenso wie immer. Die Bäume stehen da, wo sie schon immer standen, die Lehrer sind noch genauso wie früher und selbst die Motivation wieder etwas für die Schule zu tun ist wiedergekommen. Teilweise zumindest.

Sunny days in Coolum <3
Vermissen tue ich Australien jeden Tag, wenn mir jemand ein one-way Ticket geben würde, würde ich keine Sekunde zögern und sofort in das nächste Flugzeug steigen. Ich habe auch regelmäßig Kontakt zu meiner Gastfamilie und meinem Bruder, der grade auch bei ihnen in Australien ist und gehe sie sogar bald besuchen! Es sind genau 2 Monate bis ich sie wiedersehen kann. Auch wenn ich dann nicht mehr als Schülerin, sondern eher als "Besucherin" dort sein werde. Kurz davor werde ich sogar 18 und das heißt ich darf dann auch legal in die "Liquor Stores" gehen hahaha

Im Englischunterricht sage ich eher relativ wenig. Viele meiner Mitschüler sind eher an das amerikanische Englisch gewohnt und ich komme mir dann immer ein bisschen dämlich vor, wenn ich spreche, weil ich mir den australischen Akzent angewöhnt habe, welchen ich persönlich natürlich liebe. Außerdem wünsche ich mir, dass ich in Australien in der Schule etwas mehr aufgepasst hätte, denn dann könnte ich jetzt auch besser Texte auf Englisch formulieren. Aber eigentlich ist es mir auch egal. In zwei Jahren ist für mich die Schule sowieso vorbei und dann kommt es eher drauf an, dass man sich gut mit Menschen verständigen kann und das kann ich ja jetzt auch.

Wie ich es bereits schon oft erwähnt habe, kann ich jedem so einen Auslandsaufenthalt empfehlen. Man lernt die Welt mit anderen Augen und Perspektiven zu sehen und man lernt so viele neue Sachen dazu. Das Englisch ist dabei noch nicht mal das Wichtigste (finde ich). Jeder sollte mal dieses Erlebnis gehabt haben und ich bin unglaublich neidisch auf diejenigen, die alles noch vor sich haben, freue mich aber trotzdem für euch und drücke euch die Daumen! Es wird euch gefallen! Aller Anfang ist schwer, aber am Ende wird man alles soo unendlich vermissen. So wie ich es tue.

Ich vermisse die Zeiten, an denen ich im Unterricht saß und nur darüber nachgedacht habe, ob ich sofort nach der Schule zum Strand gehe oder erstmal nach hause laufe, meine Schuluniform ausziehe und dann erst zum Strand laufen soll. Und mein einziges Problem dabei war, dass ich zu faul war, den 20-minütigen Weg (Der einem auf Dauer wirklich lang vorkommt) jedes mal hin und her laufen zu müssen, weil er ja Bergauf bzw. Bergab geht.
Ich vermisse die Zeiten, an denen Arbeiten anstanden und ich das Mathe Buch aufgeschlagen habe und es sofort wieder zugeschlagen habe, weil es viel schönere Dinge zu tun gibt, als für Mathe zu lernen.
Ich vermisse die Zeiten, an denen ich von Vogelgeräuschen aufgeweckt wurde und dann nicht mehr schlafen konnte. Das war auch eines der ersten Dinge, die mir aufgefallen sind, als ich wieder in Deutschland war.
Ich vermisse es, dass meine Gastmutter mich jeden Tag gefragt hat, wie es in der Schule war und stolz auf mich war, wenn ich wieder ein paar neue australische Freunde gefunden habe.
Außerdem vermisse ich es, in den Ferien mit Leuten in meinem Alter einfach mal auf Entdeckungsreise quer durch Australien zu gehen. Ich meine, wann macht man sowas schon in diesem Umfang.

All die Dinge, die ich tun und sehen wollte, habe ich auch gemacht und alles was davon übrig geblieben ist, sind Freundschaften, die Erfahrungen und vor allem die Erinnerung und all die Bilder, die jetzt an meiner Wand hängen und mich jedes Mal an die schönste Zeit meines Lebens zurückerinnern.

Ich werde mich bald wieder melden, wenn es wieder etwas zu berichten gibt!

See ya,
Helena x


Freitag, 15. Januar 2016

Das Abenteuer ist vorbei

Hey Leute,
Ich habe mich schon seit Ewigkeiten nicht mehr gemeldet und es ist auch sehr viel passiert während der ganzen Zeit. Ich hatte meinen letzten Schultag, einen Monat lang Ferien in Australien und befinde mich jetzt wieder in Deutschland. In den letzten Wochen habe ich echt viel geweint. Auch in Australien, als ich dort noch Zeit hatte, weil viele von meinen Austauschschüler Freunden zurück in ihre Länder geflogen sind und es ist echt schwer, sich von seinen guten Freunden zu verabschieden.
In den letzten Wochen war ich ziemlich oft am Strand oder bin mit meinen Freunden ausgegangen. In Sydney war ich mit meiner Gastschwester Jodi und ihrer Schwester, die schon studiert, Brooke. Leider war es nur ziemlich grau und verregnet, was mich dann eher am Europa erinnert hat. Und es gibt dort unglaublich viele Deutsche.
Jetzt bin ihr schon seit 5 Tagen in Deutschland und würde am liebsten den nächsten Flieger zurück nehmen. Zur Sonne, dem Strand und den wundervollen Menschen. Es war echt schwer Tschüss zu sagen und ich habe unglaublich viel geweint. Vor allem bei meinen engsten Freunden und meiner Gastfamilie, die ich so ins Herz geschlossen habe. Meine Gastschwester ist jetzt wirklich eine Schwester für mich geworden und wir haben uns am Ende so unglaublich gut miteinander verstanden. Aber wenn sie mit der Schule fertig ist, will sie nach Europa kommen und dann machen wir ein paar Roadtrips. Und im Juli plane ich, zurück nach Australien  zu fliegen über die Sommerferien, weil mein Bruder am Montag für ein Jahr zu meiner Gastfamilie nach Australien fliegt und ich ihn und alle anderen dann besuchen gehe. Obwohl es ganz anders sein wird, nicht mehr als Schüler da zu sein, sondern sozusagen nur "zum Urlaub" hinfliegt.

Dieses Auslandsjahr war die beste Entscheidung meines Lebens. Es hatte seine Tiefen und seine Höhen, aber am Ende bleiben einem nur die schönen Erinnerungen. Es öffnet einem die Augen zu so vielen Dingen und man merkt, wie groß die Welt da draußen eigentlich ist. Australien hat magische Kräfte und die Menschen dort, sind unglaublich toll, wenn man sich erst an die Mentalität gewöhnt hat. Ich könnte mir sogar vorstellen, dort eines Tages hinzuziehen. Meine Gastfamilie meinte, dass ich immer dort willkommen sei und dort auch einziehen kann. Ich fühle mich wirklich wie ein Familienmitglied und die letztem Wochen waren einfach unglaublich toll, auch wenn es oft auch traurig war. Also ich kann Australien nur jedem empfehlen und ein Jahr ist einfach perfekt. Manchmal fühlt man sich einfach nicht wohl am Anfang, aber die Erfahrungen und Erinnerungen, die man dann am Ende gesammelt hat sind einfach unbezahlbar.

Ich melde mich bald mit mehr. Ich bin grade im Zug nach Österreich um Eva, eine meiner besten Freundinnen, besuchen zu gehen. Wir sind in Australien zusammen auf Coolum High gegangen, aber sie ist im September wieder nach Hause geflogen, deshalb bin ich wirklich aufgeregt, sie gleich zu sehen!

See ya soon xx
Helena

Mittwoch, 14. Oktober 2015

Gefühlsupdate

Jeder hat sie, Gefühle und Emotionen. An manchen Tagen mehr und an manchen weniger. In der letzten Zeit bin ich wieder in einer meiner Nachdenk-phasen und irgendwie komme ich nur in den Phasen dazu, etwas zu schreiben, weshalb sich einige Posts dann immer ein bisschen traurig anhören. Es gibt wirklich viele gute und tolle Phasen hier, aber nach solchen Phasen gibt es dann auch immer ein paar Tage, die sich bis auf eine Woche herauszögern, an denen ich dann einfach nur noch am nachdenken bin. Aber hey, Nachdenken ist ja nichts schlimmes, mir hilft es immer runterzukommen und meine ganzen Gedanken zu sortieren, bis ich mir dann eine vernünftige Meinung gebildet habe.

Ich habe in der letzten Zeit auch wirklich feststellen müssen, dass es nicht drauf ankommt wo man ist, sondern mit wem man ist. Denn wirklich gute Freunde machen einem das Leben viel schöner und momentan habe ich in Australien keine so wirklich „beste Freundin“. Meine beste Freundin Viki aus Deutschland ist jetzt in Kanada und wir reden miteinander immer noch so wie immer und das noch nach neun Monaten! Viele Freundschaften würden nicht so lange halten. Und meine beste Freundin in Australien ist ja vor ein paar Wochen nach Hause geflogen und ich kann den Unterschied schon merken, da ich mich dann manchmal ein bisschen alleine fühle, weil wir wirklich viel zusammen gemacht haben. Aber das Leben muss ja weiter gehen.

Die Stimme in meinem Kopf sagt mir immer, dass ich nur noch drei Monate hier bin und wenn ich auf neue Leute treffe und denen erzähle, dass ich im Januar schon gehe, dann merke ich, dass die das Interesse verlieren, weil ich für die ja eh bald weg bin. Und das Schlimme ist, ich kann die ja auch nachvollziehen, aber mir selber öffnet das meine Augen über die Leute, die nach Deutschland kommen, um einen Austausch zu machen, denn ich weiß jetzt, wie sie sich fühlen.

Ins Auslands zu gehen öffnet einem wirklich die Augen, weil man neue Menschen kennenlernt, die einen verändern und man alles mal von einem anderem Blickwinkel sehen kann, nämlich vom anderen Ende der Welt! Ich dachte wirklich, dass ich schon viel wusste, bevor ich nach Australien gekommen bin, aber der Notendurchschnitt ist nicht alles, lasst euch das gesagt sein. Man muss auch mal raus in die Ferne gehen und was erleben um sich zu entwickeln! Ich glaube wäre ich hier ein paar Jahre eher hergekommen, mit 14 oder vielleicht 15, wäre mein Aufenthalt sehr anders gewesen, denn man verändert sich wirklich, wenn man Älter wird. Ich will jetzt auch nicht versuchen weise oder so zu klingen, in ein paar Jahren werde ich bestimmt mal wieder meinen Blog anschauen und mir an die Stirn klatschen und mich fragen, wie ich das nur alles denken konnte, aber momentan sieht mein Stand so aus.

Sonst laufen die Dinge grade ganz okay, ich muss nur einiges in meinem Leben Richten und meine Gefühle und Emotionen in die richtige Schublade einordnen und verarbeiten. Aber im Moment versuche ich einfach nur das beste aus der Zeit, die mir noch bleibt, zu machen!

Alles Liebe vom anderen Ende der Welt,

Helena x

Dienstag, 6. Oktober 2015

Letzter Term & My Holiday Adventures!

Hey guys,
die Ferien sind vorüber und der letzte Term hat heute begonnen. Nur noch acht Wochen Schule. Das macht mich glücklich und traurig zur selben Zeit, weil Schule dann endlich vorbei ist, aber die Abreise näher tritt. Es sind noch weniger als 100 Tage. Aber trotzdem fühle ich mich nicht unter Druck gesetzt.

Whitehaven Beach
Die Ferien waren ziemlich ereignisreich. Die erste Woche bin ich, wie bereits erwähnt, mit EQI Queensland, die Reisen für Austauschschüler in Queensland veranstalten, von meinem Ort bis hoch in den tropischen Norden nach Cairns gefahren. Dabei sind wir an Orten wie Rockhampton, Townsville und Airlie Beach vorbeigefahren und haben sehr viele schöne Ecken gesehen! Und Deutsche sind echt überall, ich sag’s euch hahaha
Jedenfalls habe ich viele neue liebensvolle Leute kennengelernt aus verschiedensten Kulturen und der Trip war einfach toll! Und ich habe in Cairns dann auch meine „Danger Crocodiles“ Schilder gesehen ;)  Also solche Trips kann ich einfach nur empfehlen! Es macht richtig Spaß neue Leute kennenzulernen, vor allem wenn diese Leute dann auch noch richtig nett sind! Also die East Coast Safari kann ich nur empfehlen :)!

Die zweite Woche bin ich dann mit meiner Gastfamilie nach Lady Elliot Island geflogen, eine Insel südlich des Great Barrier Reefs. Das waren ganze sechs Tage ohne Handy Empfang! Und wie ihr seht, habe ich es überlebt ;) Es ist echt unglaublich wie viel Social Media von unserem Leben besitz ergriffen hat und uns manipuliert. Das ist mir mal besonders aufgefallen, weil ich ja mal ohne auskommen musste. Wir reden darüber momentan auch im Englisch Unterricht und das ist echt unglaublich wie es uns kontrolliert! Jedenfalls hatte ich gute Tage auf Lady Elliot, welche nur aus schnorcheln, tauchen, essen und in der Sonne liegen und schlafen bestanden. Und das tauchen dort ist echt unglaublich! Ich habe Manta rochen haut nah gesehen! Und die waren sooo riesig und sind um mir herumgeschwommen, das war ein Erlebnis und ich hatte da auch echt Glück, weil nicht jeder die sieht. Und dann hab ich noch ein paar Haie gesehen, aber die waren vielleicht nur  etwas größer als einen Meter und somit ungefährlich (denke ich zumindest). Und mit Schildkröten sind wir auch geschwommen, das war toll!
Also Lady Elliot ist ein toller Ort, wenn man vom tauchen und schnorcheln begeistert ist!

Sonst ist nicht viel passiert, außer dass ich gestern auf einem Music Festival war, weil gestern „Day of Work“ war und wir daher nicht zur Schule gehen mussten. Da es aber der letzte Tag vom Festival war und nur noch Karten dafür übrig waren, war es auch ziemlich lahm und irgendwie waren da kaum Leute in meinem Alter da und das waren dann insgesamt drei Stunden Busfahrt für umsonst :( Aber das Essen da war ganz okay, nur etwas überteuert!


Ich hoffe ihr alle habt/hattet oder werdet tolle Herbstferien haben und macht das beste aus der Zeit!


Helena x

Donnerstag, 17. September 2015

Ferienanfang und Gedanken vor dem letzten Term

Hey,
fav Surfstrand
ich bin es mal wieder mit einem Post bevor die Ferien anfangen und wieder schießen mir so viele Gedanken in meinen Kopf. Ich versuche alles positiv zu sehen, aber letzter Term hört sich einfach so wenig an. Das sind nur noch genau 9 Wochen Schule, die ich vor mir habe. Auch wenn ich kein großer Fan von der Schule bin, war sie trotzdem ein großer Teil meines Aufenthaltes hier. Und desto näher ich dem Ende des nächsten Terms komme, desto näher komme ich dann auch meinem Rückflugsdatum. Es sind zwar immer noch mehr als 100 Tage, da ich am Ende noch eine Weile bleiben werde, um einfach wirklich all die Zeit hier auszunutzen, die ich ausnutzen kann, aber dennoch beschäftigt es mich. Und Fragen wie Hast du alles erreicht, was du erreichen wolltest? Hast du alles gemacht, was du machen wolltest? Wärest du glücklich jetzt schon nach Hause zu fahren? Und ich würde das mit einem großen Nein beantworten.

Auch jetzt fliegt schon Eva, meine momentan beste Freundin in Australien, zurück nach Österreich und ich werde meine Zeit mit ihr wirklich vermissen. Wir sind zusammen immer zum Training gegangen (und ohne Trainings Buddy wird es schwerer sein, mich zu motivieren), haben uns manchmal nach der Schule zum Strand und dannach zu maccas (McDonalds) gesetzt und haben einfach nur stundenlang geredet – bei mir im Ort ist maccas auch einfach ein Ort, wo sich Jugendliche einfach nur „hinchillen“ und reden, auch wenn sie nichts zu essen  bestellen – und ich werde noch so vieles mehr vermissen. Die letzten Tage haben wir auch so viel Zeit wie möglich miteinander verbracht, auch wenn dabei der Kontakt zu meinen anderen Freunden etwas verloren gegangen ist, aber das hatte sich auf jeden fall gelohnt.
#outlaw #nohelmets

Aber weg mit den schlechten Gedanken, morgen gehe ich auf die East Coast Safari! Das heißt, ich werde viele neue Orte sehen und viele neue Leute kennenlernen, da freue ich mich schon drauf. Das witzige nur ist, dass wir in der ersten Nacht ein Camp in Coolum, meinem Ort, haben werden.

Und ich muss mich echt mit den ganzen Verlinkungen und alles Entschuldigen, ich versuche zwar immer alle Fragen zu beantworten, aber mit den anderen Sachen komme ich einfach nicht hinterher, aber ich werde das definitiv noch nachholen. Momentan ist eines meiner vielen Lebensmottos: Was du heute machen kannst, kannst du auch noch morgen machen. Also ja, ich bin ziemlich faul geworden.

Greetings from ‘straya






Helena x

Montag, 7. September 2015

Ein bisschen was vom Leben im Paradies

Hey liebe Leute,

ich melde mich mal wieder vom anderen Ende der Welt, weil ich denke, dass es mal wieder an der Zeit ist.


Viel Neues passiert hier nicht mehr, weil ich die ganzen Aufregenden Sachen schon erlebt habe und jetzt einfach nur meinem Alltag vor mir hin lebe und einfach das mache, was mich glücklich macht und wonach ich mich fühle.
Mornings surfs
Ich weiß noch, als ich zu denjenigen gehört habe, die von anderen Leuten die Blogs gelesen hat und immer irgendeine spannende Geschichte erwartet hatte, und jetzt bin ich diejenige, die berichtet, aber es gibt einfach nicht so viel zu erzählen. Es ist einfach nur mein Leben, nur an einem anderen Land mit anderen Sitten. Ich kann das auch gar nicht so genau beschreiben, aber es ist einfach ganz normaler Alltag. Sagen kann ich nur, dass ein halbes Jahr für mich nicht genug gewesen wäre, weil ich ein halbes Jahr allein gebraucht habe um mir erst mal alles aufzubauen und jetzt kenne ich einfach meine Leute und lerne jeden Tag neue kennen, habe mir gute Freundschaften aufgebaut und bin einfach glücklich. Man braucht gar nicht so viel um glücklich zu sein, man muss einfach nur was mit den Leuten machen, die man gerne hat und schwupps, man ist glücklich.
Ich habe bis jetzt schon so viel Neues dazugelernt, über andere und vor allem über mich selber und das ist ja eins der Dinge, die ich unbedingt erreichen wollte. Ich weiß, dass ich nicht den stärksten Charakter habe und manchmal einfach zu schüchtern bin, um was zu sagen, aber hey, es geht Berg auf! Und mir fällt auch auf, dass es mit mir bei einigen Menschen einfach viel leichter fällt als bei anderen, aber das ist ja normal.
Was mir meine Gastmutter auch beigebracht hat ist, einfach aus jeder Situation das beste draus zu machen, weil ich mich immer über Schule beschwert habe, dass sie ja so langweilig ist und alles und dann hat sie mir die Augen geöffnet, dass man sich die Dinge einfach schön machen muss und seitdem ich aufgehört habe mich zu beschweren, ist alles viel besser. Und das nicht nur auf die Schule bezogen. Es ist nicht gut für einen Menschen sich aufzuregen und man bekommt davon eines Tages auch ganz hässliche Falten. Man muss sich nicht immer über alles beschweren, sondern einfach mal gut über Sachen reden und dann sieht die Welt schon gleich viel besser aus und man selber fühlt sich einfach wie ein besserer, neuerer Mensch. Es wird immer die Leute geben, die einen runter ziehen, aber hey, es gibt auch diejenigen die uns das gute im Leben sehen lassen.

Das Leben hier ist einfach so locker und ich fühle mich schon lange nicht mehr wie ein deutscher Tourist, der einfach nur Australien sehen will. Ich wünschte ich könnte euch durch meine Posts ein bisschen was von meinem Glück geben und euch einfach durch den Bildschirm umarmen und euch zu rufen, lebt euer Leben!
Meinen Akzent werde ich wahrscheinlich nie loswerden und das ist auch, woran Leute erkennen, dass ich nicht von hier bin, aber ich bekomme öfters zu hören, dass sich ein paar meiner Wörter australisch anhören und ich tu dann immer so, als ob das nicht stimmt, aber das macht mich von innen immer ganz glücklich :)
Mein Surfboard <3
Meine Ausdrucksart in deutsch hat auch massiv abgenommen und meine Texte sind nicht mehr so schön zu lesen, aber solange ihr alle versteht, was ich meine, ist alles okay.

Aber mir geht es wirklich sehr gut hier und das schon seit einer langen Zeit. Der Moment an dem ich aufgehört habe, mich immer über Sachen zu beschweren, hat echt mein Leben verändert. Denn seit dem Zeitpunkt bin ich einfach ein viel glücklicherer Mensch geworden. Das müsst ihr auch mal probieren! Ich kann euch gar nicht beschreiben, wie glücklich ich hier in diesem Ort bin und mit meiner Gastfamilie und allem und ich will hier eines Tages einfach nicht weg. Denn ein Teil meines Herzens wird immer in Australien bleiben mit all den Leuten, dich ich kennengelernt habe und es werden mir nur die schönen Erinnerungen bleiben, die ich dann eines Tages meinen Enkelkindern erzählen kann während ich sie mit Kuchen füttere. Ach Leute, ich kann mir ein Leben in Deutschland gar nicht mehr vorstellen und ich möchte einfach nur hier bleiben, bei all den Sachen, die ich so gern hab. Ich werde bestimmt so lange flennen, wenn es zu dem Zeitpunkt kommt, an dem ich meinen Freunden in die Augen schauen muss um ihnen zu sagen, dass ich jetzt in den Flieger zurück nach Deutschland gehe und nicht weiß, wann ich sie wiedersehen werde. Das wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit der traurigste Tag meines Lebens. Ich weiß, dass es ganz schön blöd ist darüber nachzudenken, aber ich hatte dieses Gespräch schon mit ein paar meiner Freunden und wir können einfach nicht glauben, dass die Zeit so schnell vergeht, vor allem jetzt, wo alles so gut läuft und wir ein Teil der Gesellschaft sind.

Wenn ich zurück auf alte Bilder gucke, kommen mir die alle schon so unglaublich alt vor, zum Beispiel die ersten Bilder, die ich in Australien gemacht habe, was in Adelaide war. Ich gucke auf diese Bilder und denke mir, damals dachte ich, ich wusste schon alles und heute denke ich ganz anders. Es verändert einen, wenn man einfach mal alleine ins „nichts“ geht und ich in so froh nicht in einer Großstadt zu wohnen, weil das glaube meine Erfahrungen verändert hätte. Oh man, ich schreibe hier grade voll philosophisch über das Leben. Ihr müsst nicht die selbe Meinung mit mir teilen, aber ich möchte euch gerne meine Perspektive zeigen! Und vielleicht öffnet euch das auch die Augen um die Welt anders zu betrachten.

Die Schule ist immer noch nicht wirklich interessant, aber es ist okay. Positives denken ist der Schlüssel! ;) Meine Noten sind jetzt eher so im Mittelbereich, aber ich mache ja auch wirklich gar nichts für die Schule und ich merke, dass ich ein bisschen verblöde, aber das ist okay. Irgendwie bekomme ich auch gar nicht mit, was in der Welt so passiert, weil in meinem Unterricht hier einfach nicht darüber gesprochen wird. Aber das ist auch okay. Denn ich bin hier um mich zu entwickeln und neue Erfahrungen zu sammeln und ich finde menschliche Erfahrungen sind auch wirklich wichtig.

Sonst passiert hier nicht sonderlich viel, nur dass bald Ferien sind und ich dann Hardcore rumreisen werde. Ich werde nämlich die East Coast Safari von Brisbane bis hoch nach Cairns machen und dann werde ich die zweite Woche mit meiner Gastfamilie nach Lady Elliot, eine Insel südlich des Great Barrier Reefs fliegen.

Helena x



P.S. Ich werde das mit dem Bilder einfügen noch nachholen! :)